Der Stubaier Höhenweg oder
Die Hydro-Alpin-Adventure Tour mit Steffi

Sommer 2010 – eine Katastrophe!!! Regen, -Regen, -Regen, - und noch einmal Regen!!!
 
Wie wird das Wetter vom 13 – 17 August??? Vorhersage: Regen! Südlich und nördlich der Alpen.
Also, - keine Ausweichmöglichkeit nach Südtirol. Wir alle warten auf die Absage von Steffi. Doch wer glaubt’s? Letztes Mail, - Steffi’s Entscheidung: Wir gehen!!!! Der nette Wirt von der Neuen Regensburger Hütte hatte vorausgesagt: Es war bisher nie so schlimm wie vorausgesagt. Gesagt, getan!!! Nur einer sagte ab. So waren wir immer noch neun.
 
Neun kleine Negerlein fuhren also mit zwei PKW in’s Stubaital. Wetter, - sehr durchwachsen. Mit der Schlick 2000 Bahn nahmen wir uns die ersten 700 Höhenmeter. Dann ging es in Regenbekleidung mit Schirm in zwei Stunden zur Starkenburger Hütte. Die Gegend muss schön gewesen sein, - nur leider haben wir nichts von ihr gesehen. Mein Entschluss: Das schaue ich mir noch einmal bei schönem Wetter an. Die Hütte war super! Warmes Wasser, -gutes Essen, schöne Zimmer. Alles bestens. Nächster Tag: Sechs Stunden zur nächsten Hütte. Zwischendrin, Rast an einer Jausenstation. Siehe da, kein Regen, nur ein bisschen bewölkt. Wir sehen viel und genießen den Tag. Angekommen auf der Franz-Senn-Hütte, fängt es an zu plätschern und hört auch die ganze Nacht nicht auf. Die Hütte war super, die Stimmung war gut und wir hatten viel Spaß. Tags darauf: Mit Regenkleidung, Schirm, Scharm und Gamaschen Aufbruch zur Neuen Regensburger Hütte. Viele Wasserfälle und Bäche müssen wir durchwaten. Über glitschige Steine gilt es zu springen. Weitsicht, Vorsicht und Übersicht sind gefragt. Stetig erst einmal 600 HM bergauf. Doch irgendwie will es nicht recht vorangehen. Zwei aus der Gruppe fallen immer wieder zurück. Steffi will die Gruppe zusammenhalten. Deshalb gehen wir im Schneckentempo. Nach dem Motto: Gehen wir noch oder stehen wir schon? Nun ist unsere Geduld gefordert. Wenn wir mal wieder stehen, erzählen wir Witze, singen Lieder oder „veräppeln uns gegenseitig. Steffi hat ein gutes Repertoire für solche unfreiwilligen Pausen. Am Wendepunkt pfeift uns der Wind um die Ohren, dass wir denken, wir werden weggeblasen. Nach kurzer Brotzeit im eisigen Wind geht es nun 500 HM bergab zur Neuen Regensburger Hütte. Dort haben wir noch einen wunderschönen, urigen und lustigen Abend, an dem allerdings schon klar ist, dass wir am nächsten Tag aufgrund der schlechten Wettervorhersage und der zu erwartenden neun statt sechs Stunden Gehzeit vorzeitig absteigen werden. Die Dresdener Hütte wird uns nicht mehr sehen. Gesagt, getan! Am nächsten Tag Abstieg durch einen wunderschönen Pilzwald zur Bushaltestelle, - von dort nach Fulpmes zum Auto und dann nach einer letzten Mittagseinkehr nach Hause. Alles in allem war es eine kleine Adventure-Tour in hydro-alpinem Gelände. Ich für mich: Bei schönem Wetter werde ich diesen wunderschönen Höhenweg fortsetzen. Steffi war eine hervorragende, verantwortungsbewusste und lustige Wanderführerin, die hoffentlich nächstes Jahr mit uns besseres Wetter hat. So long – probiert’s doch auch mal aus! Es macht Spaß und man trifft interessante Leute.
Dann bis nächstes Jahr auf einem anderen Höhenweg.
 
Barbara Möller-Lenski
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