Saisoneröffnung auf der Tutzinger Hütte
 
Mit etwa 50 Tages- und einigen Überachtungsgästen eröffnete die Tutzinger Hütte am vergangenen Samstag (28.4.12) ihren Betrieb für die Saison 2012, die bis Anfang November dauert. Auf der Sonnenterrasse in 1327 m Höhe genossen die Gäste bei angenehmen Temperaturen nicht nur den Blick auf die majestätische, noch von Schneefeldern durchsetzte Benediktenwand, sondern ließen sich auch vom Hüttenwirt Hans Mayr und seiner Partnerin Elke Hofmann mit Getränken und Essen verwöhnen.
Um die Hütte ist noch viel Schnee und auch Teile des Serpentinenwegs, der die letzten 150 Höhenmeter zur Hütte hinauf führt, sind noch schneebedeckt. Gute Bergschuhe sind deshalb zu empfehlen. Die Forststraße und Fußwege vom Warmbad Benedikt‧beuern bis zur Materialseilbahn sind dagegen völlig schneefrei. Der alternative Weg durch das Lainbachtal ist wegen eines Murenabgangs jedoch kaum passierbar, insbesondere nicht für Mountainbiker.
 
"Die letzten Tage waren wir kräftig eingespannt", berichtet der Hüttenwirt. "Nicht nur Essen und Getränke mussten mit Geländewagen und Materialseilbahn heraufgebracht werden, auch Bettüberzüge etc. mussten gewaschen und die Zimmer hergerichtet werden. Das war nur mit tatkräftiger Unterstützung durch meine Kochler Großfamilie möglich", fährt er fort. Im letzten Jahr zählte er ca. 5000 Tagesgäste und über 6000 Übernachtungen. In der Tutzinger Hütte und der angrenzenden Hausstattalm stehen 100 Schlafplätze zur Verfügung – überwiegend komfortable Zimmerlager mit modernen Sanitäreinrichtungen inklusive Warmduschen. "Wir hoffen, dass auch die diesjährige Saison wieder erfolgreich wird" wünscht sich Elke Hofmann. Die Zeichen dafür stehen gut. Schon in der zweiten Maiwoche wird eine Schulklasse mehrere Tage auf der Hütte verbringen. Für derartige Gruppen ist die neue Hausstattalm bestens geeignet, da sie zusätzlich zu den Schlafräumen auch einen Seminarraum und zwei Boulderwände beherbergt.
 
Es wird dringend geraten, Schlafplätze telefonisch unter 0175-1641690 zu reservieren, da die Hütte in den warmen Monaten häufig bis auf den letzten Platz belegt ist. Dann werden die beiden Wirtsleute von drei HelferInnen unterstützt, darunter auch zum wiederholten Male von dem Nepalesen Eka.
 
Die Tutzinger Hütte gehört, wie der Name schon vermuten lässt, der Sektion Tutzing des Deutschen Alpenvereins, die über 2700 Mitglieder hat, die mehrheitlich im Gebiet zwischen Starnberger See und Walchensee leben. Ein erheblicher Teil der finanziellen Mittel und des ehrenamtlichen Engagements der Sektion fließen in die Instandhaltung und laufende Modernisierung der Hütte und ihrer Infrastruktur, wie z.B. Trinkwasser- und Abwasserreinigung.
 
So wird sichergestellt, dass dieses vor unserer Haustüre gelegene Kleinod vor imposanter Kulisse noch lange ein Anziehungs- und Ruhepunkt für Bergwanderer bleibt. Als besonderes Schmankerl und mit etwas Glück können die Gäste unterwegs Exemplare der um die Benediktenwand beheimateten Steinbock-Kolonie beobachten oder einen zünftigen Hüttenabend erleben, zu dem der Hüttenwirt auf der Zither aufspielt.
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