Klettersteigwochenende im Stubai

03. bis 04. Juli 2009
Text: Renate Kolb
Bilder: Adelheid Schneider

 
7Uhr Iffeldorf. Pünktlich, bei schönstem Wetter ging es ins Stubaital. Auf dem Weg dorthin wurde Susi in GAP eingesammelt und um 8h15 erreichten wir die Elferlifte in Neustift, wo Andreas vom Chiemsee zu uns stieß. Mit der Bergbahn ging es die ersten 700 Hm nach oben. Auf der Elferhütte gab es die ersten Stärkung, wobei ein paar unserer Gruppe gleich erfahren musste, was eine richtige Privathütte ist, indem sie vom „freundlichen Hüttenwirt eine satte Belehrung über mitgebrachte Speisen über sich ergehen lassen mussten. Die unangenehme Begegnung mit dem Elferhüttenwirt war allerdings schnell vergessen, als wir an der Elfernordwand standen und unsere KS-Ausrüstung anzogen.
Steil, im festen Fels mit tollen Griffen und Tritten zog sich der Klettersteig nach oben, bis wir am höchsten Punkt des Westlichen Elferturmes (2483m) standen. Dort gab es die nächste Brotzeit. Ein kurzes Stück musste wieder abgeklettert werden, dann ging es weiter zur Elferkofelüberschreitung. Im ständigen auf und ab ging es landschaftlich reizvoll im besten Fels weiter. Bis wir uns versahen, waren wir am Zwölfniedersattel und der Klettersteig war für diesen Tag vorüber. Es ging noch ein gutes Stück bergab, bevor wir die 500 Hm zur Innsbrucker Hütte aufsteigen „durften. Dank des riesigen Apfelstrudels auf der Karalm
ging das aber bei allen schnell und schmerzlos vonstatten. Auf der Innsbrucker Hütte erfuhren unsere fußballbegeisterten dann auch noch, dass Deutschland gegen Argentinien 4:0 gewonnen hatten. Besser konnte der Tag nicht enden.
 
Am nächsten Morgen ging bereits um 6 Uhr der Wecker, nachdem für mittags Gewitter angekündigt waren. Das Wetter sah gut aus, daher ging es um 7h25 Richtung Ilmspitze (2690m). Nach 1 h waren wir am Einstieg. Der 300 Hm lange Klettersteig fing mit einer plattigen und schattigen Wand an. Wir gewannen rasch an Höhe und nach dem ersten Aufschwung durften wir im warmen Sonnenlicht weiterklettern. Weiter oben wurde der Klettersteig gestufter und griffiger. So schnell konnte ich als Schlussfrau gar nicht schauen, wie sich der Kurs in Windeseile nach oben schraubte. Nach knapp 2h waren wir bereits am Gipfel. Das Wetter hielt aber wir entschieden uns für eine kurze Gipfelrast. Der Abstieg erwies sich dann als äußerst alpin aber für die Gruppe war das queren der zum Teil steilen Schneefelder und Steinrinnen kein Problem.
 
Nach einer ausgiebigen Rast auf der Karalm. Ging es für Franz, Gertrud und mich weiter nach Kampl wo wir das zweite geparkte Auto abholten, während der Rest der Gruppe nach Neders ging. Dort wurden sie dann später eingesammelt.
 
Vielen Dank an Susanne, Susi, Gertrud; Franz; Markus und Andreas. Es war wieder ein lustiges und schönes Wochenende mit Euch. Speziellen Dank an Adelheid, die diesen Kurs wieder souverän mit ihrer liebenswürdigen Art geleitet hat.
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auch ohne Spalte kann man die Rettungsübung üben
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notfalls hängt man einen Rucksack im Steilhang dran
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