Eisklettern im Sellrain am 29.01.2011

Da hing ich also am Eiswasserfall an meinen 2 Eisgeräten, die Steigeisen waren mir weggerutscht, meine Arme wurden länger und länger. Wie konnte ich mich nur auf so etwas einlassen?!
 
Es war der 29.01.2011: 5 Uhr in der Früh aufstehen, ganz schnell frühstücken, ein Wust an Zeugs mitnehmen (Massen an Handschuhen, Gamaschen, Überhose, Klettergurt, Wechselkleidung, Skibrille, Thermoskanne, um nur einiges zu nennen) und los ging es zum Treffpunkt nach Benediktbeuern, von dort aus dann nach Gries im Sellrain: zum Bafflfall.
 
Wir waren zu fünft (+Hund), Luisa und Sebi brachten den Altersdurchschnitt deutlich nach unten, dann waren noch Petra aus München, ich und – natürlich unser Cheffe Pit.
Gegen 8 Uhr kamen wir an unserem Ziel an, gerade noch rechtzeitig um unseren gut gelegenen Parkplatz gegenüber anderen Eiskletterern zu behaupten.
 
20 Minuten Zustieg, dann warfen wir uns in unsere warme Kleidung und Gurte und schon ging es los mit kurz gefasster Theorie, die wir dann am Eis in kleinen Übungseinheiten umsetzen konnten. Es war gar nicht so einfach Vertrauen in die ganzen Gerätschaften zu finden.
Pit war wie immer der ruhende Pol und immer zur Stelle, aber auch nie nervig, man konnte also auch mal in Ruhe rumprobieren. Wie stark muss ich mein Eisgerät ins Eis hauen, um wirklich einen Halt zu haben – spätestens wenn ich mich beim Herausziehen abmühen musste, wusste ich, dass es wohl fest genug war - wie und wo konnte ich meine Steigeisen platzieren, so dass ich wirklich einen festen Stand hatte – nicht immer glückte mir das.
 
Dann durften wir endlich mal mehrere Züge im Nachstieg klettern, was anfangs doch etwas verkrampft war, wurde schnell besser und besser. Auch den Vorstieg durften wir probieren…
 
Ich hing immer noch an meinen 2 Eisgeräten und suchte neuen Halt mit meinen Steigeisen – denn das ist das gute am Eisklettern, das man das Eis für sich modellieren kann – und kam zu dem Entschluss, dass sich dieser Eiskletterausflug auf jeden Fall rentiert hat: nette Menschen,  gute Stimmung, tolle Sportart, gutes Wetter – WAS WILL MAN MEHR?!
 
Steffi Böse (02.02.11)
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